{"id":706,"date":"2019-02-13T22:03:22","date_gmt":"2019-02-13T20:03:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.battenstein.com\/blog\/?p=706"},"modified":"2019-02-13T22:03:22","modified_gmt":"2019-02-13T20:03:22","slug":"frueherkennung-von-asbestmesotheliomen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.battenstein.com\/blog\/2019\/02\/13\/frueherkennung-von-asbestmesotheliomen\/","title":{"rendered":"Fr\u00fcherkennung von Asbestmesotheliomen"},"content":{"rendered":"<p>Fr\u00fcherkennung von Asbestmesotheliomen beruflicher Art etwa der Asbestisolierer, aber auch der Asbestmesotheliome von Ehefrauen und Kindern von Asbestwerkern <\/p>\n<p>Berufsgenossenschaftlich \u00fcbersieht man offenbar die Gruppe der Familienangeh\u00f6rigen von Asbestwerkern, die durch den Haushaltskontakt mit dem Vater und Asbestisolierer selbst Jahrzehnte sp\u00e4ter an einem Asbestmesotheliom erkranken und versterben.<\/p>\n<p>Die Familienangeh\u00f6rigen erhalten keine \u00dcberwachungsuntersuchungen auf Asbest und Asbesterkrankungen wie das Asbestmesotheliom.<\/p>\n<p>Die Familienangeh\u00f6rigen bleiben also ihrem Schicksal \u00fcberlassen, obwohl sogar eine Fr\u00fcherkennung von Mesotheliomen nun erstmals m\u00f6glich sein soll.<br \/>\nDas maligne Mesotheliom geh\u00f6rt zu den gef\u00e4hrlichsten Asbesterkrankungen, nach berufsgenossenschaftlicher Verlautbarung. <\/p>\n<p>Eine anderweitige Erkl\u00e4rung der Pleuramesotheliome als durch Asbest existiert nicht.<br \/>\nDeshalb ist der Verdacht auf eine Berufskrankheit in jedem Fall begr\u00fcndet, nach dem Merkblatt zur Berufskrankheit-Nr. 4105 des Bundesarbeitsministers.<\/p>\n<p>Die Berufsgenossenschaften sollten sich ihrer Verantwortung stellen als Tr\u00e4ger der Pr\u00e4vention und die auftretenden Asbestmesotheliome in Deutschland ausnahmslos einer Entsch\u00e4digung zuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Einschr\u00e4nkungen sind nicht hinnehmbar, wo es doch berufsgenossenschaftlich hei\u00dft, <\/p>\n<p>\u201eDamit werden zuk\u00fcnfigt versicherte Personen die durch die nachgehende Vorsorge betreut werden und die ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr die Entwicklung eines Mesothelioms zeigen nun die Chance auf eine fr\u00fchzeitigere Behandlung haben.\u201c<\/p>\n<p>Dies muss auch f\u00fcr die Familienangeh\u00f6rigen gelten, die wie ein Versicherter damals die Arbeitskleidung etwa des Familienvaters gereinigt haben und in Folge dessen selbst an einem Asbestmesotheliom erkrankten.<\/p>\n<p>J\u00e4hrlich d\u00fcrfte es sich bei den gesch\u00e4digten Familienangeh\u00f6rigen um mehrere hundert Personen handeln. <\/p>\n<p>Versichert wie ein Versicherter ist man durch \u00a7 2 Abs. 2 Sozialgesetzbuch (SGB) VII.<br \/>\nDiese Vorschrift gibt es, weil man gesch\u00e4digte Familienangeh\u00f6rige ebenfalls unter den Schutz der gesetzlichen Unfall- und Berufskrankheitenversicherung stellen wollte. <\/p>\n<p>Rolf Battenstein<br \/>\nFachanwalt f\u00fcr Sozialrecht<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fcherkennung von Asbestmesotheliomen beruflicher Art etwa der Asbestisolierer, aber auch der Asbestmesotheliome von Ehefrauen und Kindern von Asbestwerkern Berufsgenossenschaftlich \u00fcbersieht man offenbar die Gruppe der Familienangeh\u00f6rigen von Asbestwerkern, die durch den Haushaltskontakt mit dem Vater und Asbestisolierer selbst Jahrzehnte sp\u00e4ter an einem Asbestmesotheliom erkranken und versterben. 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