{"id":307,"date":"2011-01-01T11:12:10","date_gmt":"2011-01-01T09:12:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.battenstein.com\/blog\/?p=307"},"modified":"2010-12-02T18:22:39","modified_gmt":"2010-12-02T16:22:39","slug":"leitersturz-aus-15-m-bis-2-m-hohe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.battenstein.com\/blog\/2011\/01\/01\/leitersturz-aus-15-m-bis-2-m-hohe\/","title":{"rendered":"Leitersturz aus 1,5 m bis 2 m H\u00f6he"},"content":{"rendered":"<p>Leitersturz aus 1,5 m bis 2 m H\u00f6he als Stauchungstrauma der Wirbels\u00e4ule;<br \/>\nhier: Frakturen des 7., 8. und 9. Brustwirbelk\u00f6rpers in Folge dessen<\/p>\n<p>Nach dem Sturz von der Leiter suchte der Betroffene die verschiedensten \u00c4rzte auf, bis dann die Frakturen des 7., 8. und 9. Brustwirbelk\u00f6rpers diagnostiziert wurden.<\/p>\n<p>Nunmehr stritten sich die Gutachter, da\u00df diese Frakturen Folge einer Osteoporose oder einer Wirbelk\u00f6rperentz\u00fcndung w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Diese Frage lie\u00df das Sozialgericht D\u00fcsseldorf in dem Rechtsstreit &#8211; S 16 U 124\/07 &#8211; zurecht offen.<\/p>\n<p>Allerdings war gleichwohl die Tatsache nicht zu \u00fcbersehen, da\u00df die Berufsgenossenschaft nunmehr in Beweisnot geraten war.<\/p>\n<p>Denn die Berufsgenossenschaft m\u00fc\u00dfte nun beweisen, da\u00df die Frakturen, die man nach dem Arbeitsunfall festgestellt hatte, zum gleichen Zeitpunkt auch ohne den Leitersturz und das Stauchungstrauma eingetreten w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Diesen Beweis hat die Berufsgenossenschaft bis heute nicht gef\u00fchrt und kann die Berufsgenossenschaft diesen Beweis nicht f\u00fchren, weil es sich dabei um hypothetisch reserveurs\u00e4chliche Einwendungen handelt, die im Schadenersatzrecht unbeachtlich sind.<\/p>\n<p>War der Betroffene osteoporotisch oder wie auch immer vorgesch\u00e4digt, so war der Arbeitsunfall in Form des Sturzes von der Leiter und in Form des Stauchungstraumas das Ungeeigneste, was ihm passieren konnte.<\/p>\n<p>Dann mu\u00dfte also erst recht der Arbeitsunfall schwere Folgen zeitigen.<\/p>\n<p>Dies liegt dann in der Linie der Kausalit\u00e4tsnorm der gesetzlichen Unfallversicherung, die zu Gewohnheitsrecht erstarkt ist, in dem Sinne, da\u00df wesentliche Miturs\u00e4chlichkeit der beruflichen Bedingung, hier des Arbeitsunfalls und Leitersturzes, vollkommen ausreichend ist.<\/p>\n<p>Auf BSG in NJW 1964, 2222 wird Bezug genommen, wo die Rede ist von eben dieser Kausalit\u00e4tsnorm und der Hinweis gegeben wird, da\u00df selbst eine verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig niedriger zu wertende Bedingung berufliche Art sehr wohl wesentlich sein kann.<\/p>\n<p>Hier imponiert bei weitem der Leitersturz als Stauchungstrauma.<\/p>\n<p>Die Entsch\u00e4digung des Falles ist also davon abh\u00e4ngig, ob man die Kausalit\u00e4tsnorm wie bezeichnet anwendet oder aber eben nicht.<\/p>\n<p>Rechtsanwalt<br \/>\nFachanwalt f\u00fcr Sozialrecht<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Leitersturz aus 1,5 m bis 2 m H\u00f6he als Stauchungstrauma der Wirbels\u00e4ule; hier: Frakturen des 7., 8. und 9. 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